Der Buddha empfahl,

eine Lehre nicht auf geistliche oder weltliche Autorität hin zu glauben. Vielmehr solle jeder den Wahrheitsgehalt einer Lehre selbst prüfen. Wenn man die Richtigkeit einer Lehre eingesehen hat, soll man den als richtig erkannten Weg – bewußt lebend – weiter gehen.

In der Rede an die Kalamer sprach der Buddha (der Erwachte) darüber, wie wichtig das eigene Erkennen und Abwägen ist:

(…) Zur Seite sitzend, sprachen nun die Kálámer aus Kesaputta zum Erhabenen also:
« Es kommen da, o Herr, einige Asketen und Brahmanen nach Kesaputta; die lassen bloß ihren eigenen Glauben leuchten und glänzen, den Glauben anderer aber beschimpfen, schmähen, verachten und verwerfen sie. Wieder andere Asketen und Brahmanen kommen nach Kesaputta, und auch diese lassen bloß, ihren eigenen Glauben leuchten und glänzen, den Glauben anderer aber beschimpfen, schmähen, verachten und verwerfen sie. Da sind wir denn, o Herr, im Unklaren, sind im Zweifel, wer wohl von diesen Asketen und Brahmanen Wahres, und wer Falsches lehrt. »

« Recht habt ihr, Kálámer, daß ihr da im Unklaren seid und Zweifel hegt. In einer Sache, bei der man wirklich im Unklaren sein kann, ist euch Zweifel aufgestiegen.