Jhana (meditative Versenkungen, sanskrit: dhyana)

1. „Da, ihr Mönche, gewinnt der Mönch, den sinnlichen Dingen entrückt, frei von unheilsamen Geisteszuständen die mit ,Gedankenfassung’ (vitakka) und ,Diskursivem Denken’ (vicâra; vitakka-vicâra) verbundene, in der Abgeschiedenheit ( = ,Sammlung’ citt’ekaggatâ, samâdhi) geborene, von ,Verzückung’ (piti) und ,Glücksgefühl’ (sukha) erfüllte erste Vertiefung."

2. „Nach Stillung von Gedankenfassung und Diskursivem Denken aber gewinnt er den inneren Frieden, die Einheit des Geistes, die von Gedankenfassung und Diskursivem Denken freie, in der Vertiefung (samadhi) geborene, von Verzückung (piti) und Glücksgefühl (sukha) erfüllte zweite Vertiefung.“

3. „Nach Aufhebung der Verzückung aber verweilt er gleichmütig, achtsam, klarbewußt, und er fühlt in seinem Innern jenes Glück, von dem die Edlen sprechen: ,Glückselig weilt der Gleichmütige, der Achtsame’. Und so gewinnt er die dritte Vertiefung.“

4. „Nach dem Schwinden von Wohlgefühl und Schmerz und durch Untergang des früheren Frohsinns und Trübsinns gewinnt er einen leidlosen, freudlosen Zustand, die gleichmütig-geistesgeklärte vierte Vertiefung.“

5. „Durch völlige Überwindung  der Körperlichkeitswahrnehmungen aber, das Schwinden der Rückwirkswahrnehmungen, das Nichterwägen der Vielheitswahrnehmungen, gewinnt er in der Vorstellung: ,Unendlich ist der Raum’ das Raumunendlichkeitsgebiet (âkâsânañ-câyatana).“

6. „Durch völlige Überwindung des Raumunendlichkeitsgebietes aber gewinnt er in der Vorstellung ‘Unendlich ist das Bewußtsein’ das Bewußtseinsunendlichkeitsgebiet (viññanañ-câyatana)."

7. „Durch völlige Überwindung des Bewußtseinsunendlichkeitsgebietes aber gewinnt er in der Vorstellung ‘Nichts ist da’ das Nichtsheitgebiet (âkincannâyatana)."

8. “Durch völlige Überwindung des Nichtsheitgebietes aber gewinnt er das Gebiet der Weder-Wahrnehmung- Noch-Nichtwahrnehmung (nevasañña-nâsaññâyatana)."