Vor 2500 Jahren zog in Indien ein junger Mann aus wohlhabender Familie namens Siddhartha Gautama in die Hauslosigkeit, um nach einem Weg zur Befreiung des Menschen aus der Leidhaftigkeit des Daseins zu suchen.

Nach Jahren der verschiedensten asketischen Bemühungen fand er einen mittleren Weg, jenseits von selbstquälerischer Askese oder der Gier nach materiellem Wohlstand und ständiger Suche nach Lusterfüllung. Ihm wurden, in tiefer Meditation unter einem Feigenbaum sitzend, der naturgesetzliche Verlauf des Leidensweges und die Möglichkeit einer Erlösung klar – Siddhartha Gautama war nun zu einem „Buddha“ (Erleuchteten) geworden. Als Wandermönch zog er in der Folgezeit durch Nordindien und legte 45 Jahre lang allen Suchenden seine Lehre dar.

Was lehrte der Buddha ? In einem Wildpark in der Nähe von Benares hielt der junge Buddha seine erste Predigt und erklärte den noch wenigen Zuhörern die Grundzüge seiner Lehre: Geburt, Alter, Krankheit und Tod und überhaupt das ganze Dasein sind naturbedingt leidhaft. Wir versuchen, dem Leiden zu entfliehen und das Glück zu finden.

Aber auch alle Glücksmomente sind vergänglich. Dennoch richten wir unser Streben auf sie aus, was dann zu  immer erneuter Frustration führt. In unserer Gier nach den Schätzen dieser Welt verstricken wir uns daher immer mehr in leidvolle Erfahrungen. Buddha empfiehlt uns, Achtsamkeit zu üben, Gier und Lebensdurst loszulassen und zunehmend mit Gleichmut zu ersetzen.Kernaussage der Lehre Buddhas sind die (von allen Schulen so akzeptierten) "Vier Edlen Wahrheiten":

  1. Die Wahrheit vom Leiden.
  2. Die Wahrheit von der Leidensentstehung.
  3. Die Wahrheit von der Leidensüberwindung.
  4. Die Wahrheit von dem Weg, der zur Leidensüberwindung führt.

Dieser Weg ist der "Edle Achtfache Pfad":

  1. Rechte Erkenntnis
  2. Rechte Gesinnung
  3. Rechte Rede
  4. Rechte Tat
  5. Rechte Lebensführung
  6. Rechte Anstrengung
  7. Rechte Achtsamkeit
  8. Rechte Vertiefung

Die Buddha-Lehre ist ein auf dem Boden der Wirklichkeit gegründetes ethisches und philosophisches System. Sie ist Religion und Wissenschaft, nicht aber eine Glauben verlangende Offenbarungsreligion.