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 Der Buddha empfahl, eine Lehre nicht auf geistliche oder weltliche Autorität hin zu glauben. Vielmehr solle jeder den Wahrheitsgehalt einer Lehre selbst prüfen. Wenn man die Richtigkeit einer Lehre eingesehen hat, soll man den als richtig erkannten Weg - bewußt lebend – weiter gehen
In der Rede an die Kalamer sprach der Buddha (der Erwachte) darüber, wie wichtig das eigene Erkennen und Abwägen ist:
(...) Zur Seite sitzend, sprachen nun die Kálámer aus Kesaputta zum Erhabenen also: « Es kommen da, o Herr, einige Asketen und Brahmanen nach Kesaputta; die lassen bloß ihren eigenen Glauben leuchten und glänzen, den Glauben anderer aber beschimpfen, schmähen, verachten und verwerfen sie. Wieder andere Asketen und Brahmanen kommen nach Kesaputta, und auch diese lassen bloß, ihren eigenen Glauben leuchten und glänzen, den Glauben anderer aber beschimpfen, schmähen, verachten und verwerfen sie. Da sind wir denn, o Herr, im Unklaren, sind im Zweifel, wer wohl von diesen Asketen und Brahmanen Wahres, und wer Falsches lehrt. » « Recht habt ihr, Kálámer, daß ihr da im Unklaren seid und Zweifel hegt. In einer Sache, bei der man wirklich im Unklaren sein kann, ist euch Zweifel aufgestiegen.
Geht Kálámer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters ! Wenn ihr aber, Kálámer, selber erkennt : "Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl ", dann möget ihr sie euch zu eigen machen. (Anguttara Nikáya, Angereihte Sammlung, III, 66)
Die Lehre Buddhas ist offen dargelegt, ohne Geheimnisse und für jeden zugänglich. Sie richtet sich an Menschen, die über Sinnfragen des Daseins nachdenken und ernsthaft nach einem Weg suchen. Dabei wird auf Missionierung verzichtet und es besteht eine Atmosphäre geistiger Offenheit und Friedfertigkeit.
Der Buddhistische Bund Hannover möchte Ihnen die Gelegenheit geben, sich über den Buddhismus zu informieren.
Über das Programm des BBH und des in den selben Räumen befindlichen Zen- Dojos „Shobogendo“ informieren wir auf den nächsten Seiten. Außerdem erscheint drei mal im Jahr die Zeitschrift Der Mittlere Weg, in der wir Themen im buddhistischen Kontext behandeln und auch auf Vorträge, Seminare und regelmäßige Veranstaltungen hinweisen. |